Gestern Abend ging es für uns in die idyllische Stadt Goslar im Harz. Dort sollte ein Weihnachtsfestival den vierten und letzten Höhepunkt der Adventszeit einläuten – allerdings auf wenig besinnliche Weise, denn geladen waren ausschließlich fetzige Rockbands. Bei all der Ruhe und Gemütlichkeit der Vorweihnachtszeit tut so was ja auch mal gut.
Nach entspannter Fahrt mit unserem „Chauffeur” Georg kamen wir um sechs Uhr im weihnachtlichen Goslar an. Obwohl wir im B6 schon einmal gespielt hatten, fiel uns die Orientierung zunächst schwer, aber über Schleichwege fanden wir schließlich doch das Veranstaltungszentrum. Durch die Hilfe von Christoph und Jonas verlief der Aufbau zügig, so dass wir genügend Zeit für einen ausführlichen Soundcheck hatten. Im Anschluss genossen wir das warme Essen im großen Backstage-Bereich, das es in sich hatte: Es gab Reis mit Fleisch-Gemüse-Curry-Sauce, so dass wir satt und geschärft in unser Konzert gingen.
Erfreulicher Weise hatten schon zu der frühen Zeit einige Leute den Weg zu uns gefunden, so dass es ein gutes Konzert wurde.
Zwar hatten wir mit der teilweise nicht fixierten Bühne zu kämpfen, deren Bestandteile wie Eisschollen begannen zu wandern, aber glücklicherweise stürzten weder Menschen noch Instrumente in die sich öffnenden Abgründe. Das Publikum war super drauf und ging mit der Musik mit, auch die Call and Response Gesänge wurden wieder lautstark mitgegrölt. Nach 45 Minuten waren wir durchgeschwitzt und die Zuhörer begeistert, leider waren Zugaben auf Grund des Zeitplans nicht mehr drin.
Ganz “gemütlich” ging es dann im, vorsichtig ausgedrückt, gut gefüllten Auto auf die Rückfahrt. So verabschieden wir uns wieder in die idyllische Weihnachtszeit – vorerst, denn am ersten Weihnachtsfeiertag wird in Wolfsburg gerockt!
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Curry Christmas
Stoner Rock meets Playstation
Auftritte in Jugendzentren sind immer wie eine große Wundertüte: Man weiß nicht, was einen erwartet. So machten wir uns gespannt auf den Weg nach Einbeck.
Die einstündige Autofahrt in die Stadt des „grünen” Bieres war uns als „ganz schöne Zuckelei” angekündigt worden. In der Tat erwies sich der Weg über die Bundesstraßen als nervenaufreibende Angelegenheit, eine einzige Berg- und Talfahrt mit einigen Hindernissen. Zig Umleitungen später erreichten wir um halb sechs endlich unser Ziel. Zwar fiel der angekündigte Soundcheck flach (der kleine Raum erforderte nur einen kurzen Linecheck), aber langweilig wurde uns dank eines Billardtisches und einer Playstation (!!!) nicht. So vergnügten wir uns bei Bier, Kaffee und Pizza die Zeit bis zu unserem Auftritt.
Nach den fulminanten Improvisationen der Band „Bonestorm”, die musikalisch hervorragend zu uns passten und sich das Prädikat „Stone*” reichlich verdient haben, war schließlich um halb elf für uns Showtime.
Der Raum war entgegen anfänglicher Befürchtungen gut gefüllt, man hatte sofort den Eindruck, dass rockbares Publikum vor uns stand – und nicht nur Jugendliche, auch einige Erwachsene hatten den Weg ins Jugendzentrum gefunden. Da es keine Bühne gab, war der Kontakt zum Publikum enger als sonst und die Atmosphäre sehr intim. So hatten wir eine Stunde sehr viel Spaß zusammen!
Nach dem Abbau und einigen Gesprächen machten wir uns um 1 Uhr auf – zum nächst gelegenen Mc Donalds. Schließlich musste der „kleine” Nachhunger (Florian bestellte 4 Cheeseburger) gestillt werden. Wir entschieden uns über die B3 nach Hause zu fahren, was die Rückfahrt um einiges bequemer machte als die Hinfahrt. Manchmal macht es halt doch mehr Sinn, auf den Rat der Einheimischen und die gute alte Karte zu hören, als auf die Frau im Navi.
Gelungenes Heimspiel
Nach langer Zeit hatten wir wieder einmal das Vergnügen, in unserer Heimatstadt Hildesheim zu spielen. Im Rahmen der Abiparty des Abijahrgangs 2009 standen wir als Mainact des Abends auf der großen Bühne der Kulturfabrik Löseke.Nach langer Zeit hatten wir wieder einmal das Vergnügen, in unserer Heimatstadt Hildesheim zu spielen. Im Rahmen der Abiparty des Abijahrgangs 2009 standen wir als Mainact des Abends auf der großen Bühne der Kulturfabrik Löseke.
Der Auftritt war in vielerlei Hinsicht ein besonderer: Für Florian stand die Heimpremiere an, das Konzert sollte mitgeschnitten und mit Foto und Video auch bildlich festgehalten werden und unser neues großes Banner mit dem John Tennis Logo würde das erste Mal seinen Platz hinter dem Drumset finden.
Florian begeisterte wie gewohnt das Publikum, vor allem seine in solch kurzer Zeit entwickelte Sicherheit beeindruckte die Zuhörer. Musik-, Foto- und Videomaterial werden jetzt von uns berarbeitet und sollen bald im Internet veröffentlicht werden. Unser Banner fügte sich hervorragend in das Bühnenbild ein, der Aufwand für uns hatte sich wirklich gelohnt. In einer Nacht- und Nebelaktion waren wir am Vorabend extra zu UPS nach Langenhagen gefahren, um das Banner pünktlich zu erhalten – trotz des einsetzenden Schneesturms und straßenkreuzender Rehe sind wir glücklicherweise alle wohlbehalten zu Hause angekommen.
Nachdem Cold Shuffle und Ripped Apart der Halle schon gut eingeheizt hatten, ging es für uns gegen halb zehn auf die Bühne.
Aus gegebenen Anlass hatten wir uns ein neues Set einfallen lassen, in dem nun auch wieder ruhige Songs und Akustikstücke ihren Platz fanden. Dem Publikum gefiel es, lautstark wurden die „Call and Response” Gesänge in „The Guru” mitgesungen. Besonders gut kam auch die Cello-Einlage in „Vinum” und „Child in Time” an, so dass wir diese in Zukunft fest in unser Programm einbauen werden. Aber natürlich wurde auch wieder ordentlich gerockt, ob Klassiker wie „Lazy” oder neue Stücke wie „Murder Style”, das Publikum ging mit, was uns auf der Bühne natürlich mitriss und zusätzlich motivierte. Der Auftritt hielt, was er versprochen hatte, es war einfach eine großartige Party!
Rock das Haus!
Endlich einmal hatten wir die Ehre, in dem Rocktempel Hannovers schlechthin ein Konzert geben zu dürfen. Das Rockhouse ist sonst als eine der größten Rockdiscos des Landes bekannt und wurde extra zum Konzertsaal umgestaltet, eine eindrucksvolle Kulisse! Als Support der “Status Quo” Tribute Band “Dustpipe” gehörten uns 45 Minuten, die wir mit eigenen Stücken und – passend zum Themenabend – Coversongs von Deep Purple füllten.
Zu der für Samstag abend frühen Showtime von 21 Uhr platzte das Rockhouse leider nicht aus allen Nähten, dennoch hatten wir viel Spaß auf der großen Bühne. Im “gemütlichen” Backstage (nur über die Herrentoilette erreichbar und sonst wohl eher als Rumpelkammer genutzt) wurden wir von der urigen Reinigungsfachkraftsfrau des Hauses bespaßt und ließen uns (jedenfalls die Nichtfahrer)
das Herrenhäuser Bier aus dem großen Coca Cola – Kühlschrank schmecken. Unseren kleinen, aber feinen Merchandising Stand betreuten derweil zwei reizende Damen, Sina und Julia, vielen Dank noch einmal für die Unterstützung!
Da Flo noch die letzte Etappe seines musikalischen Marathons an diesem Tag vor sich hatte und um Mitternacht auf einer privaten Party wieder an die Schießbude musste, ging es früher als gewöhnlich auf die kurze Heimreise nach Hildesheim.
Bandfactory
so…..
ein langes und informatives Wochenende liegt hinter uns.
An drei Tagen haben wir und fünf weitere Bands im Musikzentrum in Hannover mit Coaches auf verschiedenen Bereichen der Musikbranche gearbeitet.
Freitag:
Den Einstieg machte Andreas Haug von rockszene.de mit einem Booking- und Orga-Seminar.
Samstag:
Jede Band spielte ein 25minütiges Showcase und bekam direkt im Anschluss an den Gig ein ehrliches und kritisches Feedback von der Jury (u.a. Kosho, Jens Krause, Frank Itt).
Sonntag:
Um 10 Uhr gings dann am Sonntag weiter mit Intensivworkshops von je drei Stunden. Für uns fing der Tag mit Kai Thomsen an und es ging um Bandmarketing. Nach einer kleinen Mittagspause gings dann eine Etage höher ins Studio, wo Jens Krause auf uns wartete. In diesem ziemlich lustigen Workshop drehte sich alles um Producing und Songanalyse.
Insgesamt hat das Wochenende riesen Spaß gemacht und hat uns eine Menge neuer Möglichkeiten gezeigt, nach vorn zu kommen. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Beteiligten!
