Auf bald!

1. Februar 2011

Bevor ihr euch darüber wundert, dass es an dieser Stelle zur Zeit keine neuen Geschichten zu lesen gibt: Wir werden in den kommenden Wochen vorerst nicht mehr bloggen, weil wir uns in der neuen Besetzung erstmal ordnen müssen und uns die nächste Zeit in den Proberaum zum Komponieren einschließen werden. Spätestens im Sommer aber werden wir uns wieder live der Öffentlichkeit präsentieren und dann auch wieder über außergewöhnliche Tourerlebnisse berichten. Seit gewiss, dass wir uns auf jeden Fall auch wieder per Blog melden und folgt bis dahin unseren News!

In Hamburg verloren, im Norden gewonnen

21. Mai 2010

Die Entscheidung der N-JOY Jury ist gefallen – leider nicht zu unseren Gunsten. N-JOY Band Battle 2010 22 Im Finale des N-JOY Band Battles haben „The Knights“ aus Hamburg gestern das Rennen gemacht und den Auftritt beim NDR Plaza Festival gewonnen. Den zweiten Platz belegten etwas überraschend „Alex Knolle und Band“ aus Braunschweig. Sie wurden zusammen mit „The Knights“ für den „New Music Award“ der ARD nominiert. Die übrigen Platzierungen blieben offen.

Unser Konzert ist super gelaufen, wir haben alles gegeben. Musikalisch waren die Bands gestern fast alle auf Augenhöhe, so dass nur Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Bei ihrer Entscheidung legte die Jury insgesamt mehr Wert auf das „stimmige Gesamtkonzept“ als auf die musikalische Performance. So gingen selbst „Sarahjaminn“, die Gewinner des Online-Votings, am Ende leer aus.

N-JOY Band Battle 2010 05 Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir gestern keinen Preis ergattern konnten. Aber im Vordergrund steht die Freude über den Erfolg, unter die Top 5 gekommen zu sein. Dass wir mit unserer Musik bei N-JOY so weit kommen würden, hätten wir vorher nicht gedacht. So wird der Wettbewerb uns insgesamt positiv in Erinnerung bleiben, denn sowohl die Jury als auch die Radio-Hörer haben uns zu den besten Nachwuchs-Bands Norddeutschlands gewählt. Wir haben viele neue Erfahrungen gemacht, die uns auf unserem weiteren Weg mit Sicherheit nützlich sein werden. Und besonders glücklich sind wir darüber, dass so viele Freunde und Fans uns beim Online-Voting unterstützt haben. Vielen Dank noch einmal dafür! Wir hoffen, dass ihr uns auch in Zukunft die Treue haltet.

N-JOY Band Battle 2010 24 Fotos von unseren beiden Ausflügen nach Hamburg könnt ihr euch in der Galerie anschauen. Dort findet ihr auch Eindrücke aus dem Backstage und ein Foto zusammen mit Jurymitglied Max Mutzke. Außerdem ist auf rockszene.de ein Artikel über uns erschienen und auf n-joy.de sind weiterhin die Videos der Top 5 Bands zu sehen.

Für uns geht es schon morgen zum nächsten Event: Dann fahren wir an die Ostsee nach Dahme, wo wir die Strandpromenade direkt am Meer rocken dürfen. Falls ihr also noch nach einem Ziel für euren Pfingst-Ausflug sucht, kommt nach Dahme – wir spielen anderthalb Stunden lang, es lohnt sich also!

Mit Vollgas in die nächste Runde

4. Mai 2010

n-joy-hh-2 Erst letzten Donnerstag hatten wir die Zusage der N-Joy Redaktion bekommen, dass wir mit unserer Bewerbung für den „N-Joy Band Battle“ erfolgreich gewesen und in die nächste Runde gekommen sind. Das bedeutete für uns gestern: Auf nach Hamburg in die NDR-Studios! Dort sollten sich die Top 30 Bands einer Jury live präsentieren. Und zwar mit einem Super-Mini-Konzert – jede Band durfte nur einen einzigen Song spielen.

So trafen wir uns mittags in Hildesheim, spielten unseren Song „The Guru“ noch einmal an und packten dann unsere Sachen. Zum ersten Mal seit langem konnten wir zu viert in einem Auto fahren, weil wir nur die Gitarren und die Orgel mitnehmen mussten. Das übrige Equipment wurde komplett vom NDR gestellt.

n-joy-hh-3 Nach einer lustigen und staufreien Fahrt kamen wir vier am frühen Nachmittag in der Hansestadt an. Hungrig wie die Löwen kehrten wir in das Restaurant „Zur goldenen Möwe“ ein (das mit dem gelben M im Logo) und stärkten uns mit Kartoffelsticks, Koffeingetränken und Hamburger(n) Brötchen. Mit vollem Bauch ging es dann zum NDR, wo uns zwei freundliche Pförtner die Schranken öffneten. Gebäude gefunden, Parkplatz gesucht und dann ab in die NDR-Studios.

Ein Chorübungsraum war zum Backstagebereich umfunktioniert worden, in dem sich schon einige andere Musiker tummelten. Das Vorspiel fand in einem Konzertsaal mit großer Bühne und einer eindrucksvoll steilen Tribüne statt. Dort waren zwei komplette Sets mit allerfeinstem Equipment aufgebaut. n-joy-hh-4 Da wir noch einige Zeit bis zu unserem Auftritt hatten, schauten wir uns in Ruhe um und hörten anderen Bands zu.

Dann ging es los. Schneller Aufbau, kurzer Soundcheck und losgerockt. Fünf Minuten gaben wir Vollgas, die Zeit verging wie im Flug. Gerade war der Schlussakkord verklungen und wir einmal durchgeschwitzt, da holte uns eine Redakteurin auch schon zum Fernseh- und Radio-Interview ab. Nach dem anschließenden Fototermin waren wir durch mit unserem Programm und machten uns auf die Heimfahrt. Eine gute Stunde später klingelte das Handy: Als wir „Top Ten“ hörten, gab es kein Halten mehr! Da Max sowieso zum Hannover Hauptbahnhof musste, machten wir dort kurz Rast und stießen mit einem kühlen Dosenbier auf unseren Erfolg an. Danach ging es dann aber auch schnell nach Hause, weil Flo heute mündliche Prüfung für das Abitur hatte – mittlerweile ist er durch und wir dürfen ihm gratulieren: n-joy-hh-5 Nie wieder Schule, die Feier kann beginnen!

Das „N-Joy Bandbattle“ geht am kommenden Montag in die nächste Runde. Dann werden die besten Bands auf der Website von N-Joy vorgestellt und ihr dürft abstimmen, welche Bands in die nächste Runde einziehen. Wir setzen auf euch und hoffen, dass ihr möglichst viele Stimmen für uns mobilisiert!

Nach 5 Minuten ausverkauft

22. Februar 2010

5celle Das erfolgreiche Support-Debüt bei der „Sweety Glitter“-Show in Osnabrück hat gefruchtet, denn die Glamrocker haben uns zu weiteren Konzerten eingeladen. So ging es am Samstagabend nach Celle in die „CD-Kaserne“, deren Geschäftsführer Kai Thomsen uns im letzten Jahr bei der Bandfactory gecoacht hatte. Damals hatten wir uns nicht bewusst gemacht, welche Ausmaße dieses Veranstaltungszentrum besitzt: mit 33.000 m² hat es eine größere Fläche als vier Fußballfelder zusammen. Erst nach einigen Umwegen fanden wir die Halle 16, in der das Konzert stattfinden sollte.

Die Halle beeindruckte uns sofort mit ihrem postindustriellen Charme. Ein lang gezogenes Gebäude mit gepflastertem Boden und dicken Rohren an der Decke, eine ideale Atmosphäre für ein Rockkonzert. Die Vorfreude auf unseren Auftritt stieg noch weiter, als die Zahl der erwarteten Zuschauer bekannt gegeben wurde: Über 300 Leute sollten kommen!

Es ist immer besonders spannend, als Support aufzutreten, weil das Publikum die Vorband meistens nicht kennt und eigentlich nur wegen der Hauptband gekommen ist. Kann man die Leute überzeugen oder geht der Großteil sich lieber noch mal erleichtern oder zum Bierstand, bevor die eigentliche Show losgeht? Sie gingen – nicht! Im Gegenteil, sie machten begeistert mit. Schon in unserem zweiten Stück funktionierte das Call & Response-Spiel und nach jedem Stück gab es viel Applaus. Ein geiles Konzert, das wie im Rausch vorüberging. Schnell abgebaut und die Bühne frei gemacht, kurz verschnauft und dann raus in die Menge. Vielleicht würden wir ja ein paar unserer CDs loswerden.

Nach etwa fünf Minuten waren wir ausverkauft. Und wussten nicht, ob wir uns freuen oder schwarz ärgern sollten. Denn wir hätten wahrscheinlich noch die doppelte Menge an CDs verkaufen können. So mussten wir einige Zuschauer mit Autogrammen auf Flyern und Aufklebern vertrösten. Mit solchem Zuspruch hatten wir nicht gerechnet – umso mehr freuten wir uns.

6celle Nach der mitreißenden Show von „Sweety Glitter“ und einige Kaffees und Colas später (nein, kein Bier, obwohl ausreichend vorhanden. An dieser Stelle nehmen wir Bewerbungen für einen Fahrer entgegen, als Bewerber werden nur Kleinbus-Besitzer zugelassen) machten wir uns mit unseren Autos auf die Heimreise durch das niedersächsische Schneegestöber. Nächstes Wochenende geht es mit den Herren Glitter nach Leipzig – wir freuen uns drauf!

“Glamourös!”

28. November 2009

… fasst den gestrigen Abend perfekt zusammen. Rosenhof aUnser Gig im Vorprogramm von „Sweety Glitter“ war ein voller Erfolg. Eine halbe Stunde lang durften wir den Osnabrücker Rosenhof einheizen. Der große Saal, der einst ein Kino war, strahlt einen besonderen Charme aus: Schallplatten und Kronleuchter hängen von der Decke, die leichte Schräge des Bodens lässt den Raum wie eine Tribüne ansteigen, so dass man von der Bühne auch die hinteren Zuschauer-Reihen noch sehen kann.

Mit viel Vorfreude, aber auch einer gewissen Anspannung, gingen wir auf die Bühne. Schließlich waren Rosenhof bwir in Osnabrück bislang ein völlig unbeschriebenes Blatt. Doch das Publikum klatschte vom ersten Song an begeistert Beifall und wir hatten ein super Gefühl beim der tollen Stimmung und dem geilen Sound (Profimischer sind schon was feines). Nach 30 Minuten Vollgas gingen wir zufrieden ab und zogen uns die riesige Glamour-Rock-Show von „Sweety Glitter“ rein. Für Fans der guten Rockmusik nur zu empfehlen!

Wie immer gab es auch gestern einige lustige Erlebnisse. So mussten wir, um von hinten auf die Bühne des Rosenhofs zu kommen, zunächst eine halbe Weltreise machen. Raus auf die Straße, ein paar Meter bis zum nächsten Dönerladen, in Rosenhof cden Dönerladen hinein, vorbei am freundlich grüßenden Personal, durch die Küche auf den Hinterhof und schließlich durch eine unscheinbare Tür hinauf zu den Instrumenten. Es bleibt festzuhalten, dass Niklas ein Klon von Stefan sein könnte – beide haben die gleiche Frisur, spielen das gleiche Instrument und singen schrille Töne. Beim nächsten Zusammenspiel von „Sweety Glitter“ und uns könnte es zum Orgel-Battle der „Zwillinge“ kommen – das wäre dann wirklich unvergleichlich.

Unser Musikvideo: alles ist möglich!

7. November 2009

Musikvideo 1Angefangen hat alles mit einem Artikel in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung. Darin wurde über zwei junge Hildesheimer Filmemacher berichtet, die mit einem Kurzfilm einen Wettbewerb und eine Reise nach New York gewonnen hatten. Eine tolle Geschichte, die für uns noch interessanter wurde, als wir in einem Nebensatz lasen, dass die beiden auch Musikvideos drehten. So nahmen wir Kontakt mit Markus und Stefan von “mrss-Design” auf. Die beiden kannten uns bis dahin noch nicht, waren aber von unseren Songs begeistert. Im September dann das erste persönliche Treffen, Vertiefung der Gespräche, Check der möglichen Drehorte, Diskussionen über eine Story, dann endlich ein komplettes Konzept. Terminvergabe, Wetterbeobachtung, Terminänderung, Zeitdruck, da mitte September Niklas Studium beginnen würde. Dann das letzte mögliche Wochenende für den Außendreh und der Schock: Alle Wettervorhersagen zeigen nur eines an – Regen, Regen und nochmals Regen. Bis zum Morgen des zweiten Drehtages stand nicht fest, ob dieser überhaupt stattfinden könnte.

Musikvideo 2Zuvor hatten wir schon die ersten Szenen im „Thav“ in Hildesheim gedreht. Die Kneipe, in der unser Bandname seinen Ursprung fand, bot die perfekte Atmosphäre für Niklas „Frusttrinken“. An dieser Stelle vielen Dank an „Thav“-Inhaber Chris, der uns die Kneipe komplett zur Verfügung stellte. Auch wenn nur wenige Szenen auf dem Plan standen, brauchten wir mehrere Stunden für die Dreharbeiten. Ob Belichtung oder Bildausschnitt, es gab immer etwas zu verbessern. Eine spannende, lustige, aber auch sehr anstrengende Arbeit.

Der Außendreh konnte schließlich doch planmäßig stattfinden, denn trotz starker Bewölkung verschonte uns der Wettergott mit Regen. Zunächst drehten wir an einem mit herrlich blauem Wasser gefüllten Steinbruch die Liebesszenen mit Isabelle und Niklas, die später im Video als Erinnerung an gute Zeiten zu sehen sein würden. Dann ging es zu einem benachbarten Steinbruch mit hohen Klippen, an dem die Szenen kurz vor dem Sprungversuch gefilmt werden sollten. Besonders der Akt der Rettung in letzter Sekunde war schwierig darzustellen, allein für diese Szene brauchten wir über zehn Versuche.

Musikvideo 3Mit dem Auto ging es dann zum dritten Steinbruch, in dem die Bandszenen gedreht werden sollten. Leider war die einzige Zufahrtsstraße zum Steinbruch abgesperrt, so dass wir schließlich unser komplettes Equipment – zwei komplette Autoladungen – mehrere hundert Meter zu Fuß tragen mussten. Nicht gerade ein Vergnügen. Nach einer geschlagenen Stunde (!!!) konnte es endlich mit den Bandszenen losgehen. Der Aufwand hatte sich gelohnt, denn die Kulisse der Felsen war einfach perfekt für unser Video. Gerade als wir uns dem Ende der Dreharbeiten näherten, beschlossen die Wolken, ihr Wasser doch noch abzulassen. Der Regen wurde stärker und stärker und wir deckten Hals über Kopf unsere Technik mit Planen ab. Es folgte der Höhepunkt des Tages: Bei Wind und Regen das Equipment die lange Strecke zurück zu schleppen. Wir machten drei Kreuze, als wir klitschnass von Schweiß und Regen endlich alle Sachen in den Autos verstaut hatten. Erschöpft, aber auch sehr zufrieden ging es auf den Heimweg. Denn trotz der vielen Hindernisse hatten wir nun alle Szenen im Kasten. Ein tolles Gefühl!

Musikvideo 4Nach drei Wochen Schnitt hatte das Video Premiere und alle waren begeistert! An dieser Stelle vielen Dank an Markus und Stefan für die super Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung, ein besseres Filmteam als euch hätten wir nicht finden können. Die gemeinsame Produktion hat gezeigt, was alles möglich ist, wenn sich junge aufstrebende Künstler zusammentun und ihre Fähigkeiten kombinieren – besser geht es nicht.

“Junge Bühne” im Grossformat

14. September 2009

Goslar 1.1Alte Fachwerkhäuser, schmale Gassen, Berge wohin das Auge schaut: Goslar ist ein wahres Kleinstadtidyll im Herzen des Harzes. Und eine Hochburg der Rockmusik noch dazu. Dafür verantwortlich darf sich der Verein “SYLB” nennen, der mit viel Einsatz die Nachwuchs- und Underground-Bands der Region fördert. Nach einigen Konzerten im Veranstaltungszentrum “B6″ waren wir diesmal zum Altstadtfest auf die “Junge Bühne” eingeladen worden, wo wir zusammen mit Größen der Szene wie “JBO” und “Eastside Boys” auf dem Programm standen.
Goslar 2Auf der Suche nach einer Aushilfe für unseren Drummer Florian (auf Studienfahrt) waren wir glücklicherweise in Niklas Familie fündig geworden: mit seinem großen Bruder Tobias Hauke hatten wir schon einige Male gejamt, er war der ideale Ersatz. So ließen wir ihn mit dem ICE aus seiner Studienstadt Freiburg “einfliegen” und stellten in Rekordzeit ein Programm für unseren Auftritt zusammen.
Zur Primetime um 20.15 Uhr durften wir die Bühne entern. Leider waren da scheinbar noch einige Besucher beim Vorglühen auf dem Markt, aber der Platz füllte sich beständig und im Laufe des Konzertes wurde die Stimmung immer besser. Wir hatten auf der großen Bühne richtig Spaß, endlich mal viel Platz zum Abrocken! Die aufwendige Lichttechnik und der ausgewogene Sound auf der Bühne taten ihr übriges für unser persönliches Wohlgefühl – alle, die schon mal mit elektrisch verstärkter Musik aufgetreten sind, Goslar 3wissen, wie wertvoll gut abgestimmte Technik für die eigene Performance ist. Das Zusammenspiel mit Tobias funktionierte auch in der Live-Situation bestens, so dass wir nach 45 Minuten Showtime hochzufrieden die Overtionen des Publikums genießen konnten. Im Backstagebereich stärkten wir uns dann mit Chili-Concane und belegten Brötchen, bevor es im “Hauke-Express” auf die Rückreise nach Hildesheim ging.

Sommer, Sonne, Strand

16. August 2009

“John Tennis unplugged” hieß es am Samstag am “City Beach”. Zum ersten Mal in unser Bandhistorie spielten wir ein Konzert komplett akustisch.
city beach 1Schon seit langem hatten wir für den Sommer ein Unplugged-Konzert geplant. Die akustische Einlage im Frühjahr bei Balcony TV hatte uns Hunger auf mehr gemacht, zumal die Resonanz sehr positiv war. Mit dem “City Beach” wurde uns die richtige Location dafür quasi vor die Haustür gebaut. Sand, Strandkörbe und Cocktailbars ließen mitten in der Innenstadt Hildesheims ungeahnte Strandgefühle aufkommen. Der perfekte Ort für ein unplugged Konzert!
Der Tag begann stressig: aufgrund eines akuten Nasenbluten-Anfalls verspätete sich Max um eine Stunde und unser Soundcheck fiel ins Wasser. So mussten wir in Windeseile aufbauen und nach kurzem Linecheck sofort loslegen.
Für das unplugged Konzert hatten wir uns einige Extras einfallen lassen. So spielte Jan neben dem Cello zum ersten Mal einen Kontrabass (an dieses Stelle noch mal vielen Dank an Herrn Jacobsen!), Niklas Klavier und Mundharmonika und Florian ein Cachón als Bass-Drum Ersatz. Der Platz vor der Bühne war gut gefüllt, auf Liegestühle und Bierzeltgarnituren verteilt lauschte und plauschte das Publikum. Die Sonne strahlte, die Atmosphäre hätte besser nicht sein können. Nach dem Konzert ließen wir den Nachmittag im Backstagebereich von Radio Tonkuhle ausklingen. Dort gab es nicht nur erfrischend kühle Getränke, sondern auch die wohl letzten freien Liegestühle am Strand. Es fehlte eigentlich nur noch eines: das Meer.

Rocken auf Balkonien

19. April 2009

Hamburg 3Die Hamburger Reeperbahn ist eine lebende Legende. Es gibt wohl kaum einen bedeutsameren Ort für die Rockmusik in Europa, als das berühmte Viertel in St. Pauli. Die “Große Freiheit” trägt das Lebensgefühl schon im Namen: Sex, Drugs und Rock’n'Roll! Hier gegann in den 60ern die Weltkarriere der Beatles, hier entstand ein völlig neues Lebensgefühl, das Vorläufer der großen 68er Revolution war. Wir begaben uns gewissermaßen auf Wallfahrt, als wir in den Zug nach Hamburg stiegen.
Ziel unser Reise war der berühmte Musiker-Balkon, den es in Dublin, London und seit zwei Jahren auch in Hamburg gibt. Bands spielen dort einen Song und werden kurz interviewt, das Video wird dann im Internet auf den bekannten Plattformen veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, um neue Acts verschiedenster Stilrichtungen kennenzulernen.
Hamburg 1Der Balkon war kaum zu übersehen: Mitten auf der Reeperbahn am Spielbudenplatz ragte aus einer ansonsten völlig glatten Fassade eine kleine Plattform heraus, die uns schon von weitem ins Grübeln kommen ließ: Wie sollen wir da mit unserem ganzen Kram draufpassen? Schon vorher war klar gewesen, dass wir kaum einen normalen Auftritt spielen konnten – allein die Hammond-Orgel hätte den halben Balkon eingenommen. Deshalb hatten wir extra für den Auftritt bei “Balcony TV” eine Unplugged-Version unseres Songs “The Guru” entwickelt. Doch trotz des für unsere Verhältnisse spärlichen Equipments hatten wir Platzprobleme, so dass Niklas schließlich in den Fensterrahmen ausweichen musste.
Plötzlich ging alles schneller als gedacht, ein kurzer Soundcheck, Besprechung des ungefähren Ablaufs der Sendung und dann sofort die Aufzeichnung – fertig. Keine zweite Version, keine Kontrolle des Videos, der erste Versuch musste sitzen. Auch wir konnten unser Video erst bei der Veröffentlichung im Internet begutachten. Ein bisschen komisch war das schon, aber zum Glück hatten wir das Gefühl, dass es ganz gut gelaufen sei.

Hamburg 2Neben dem besonderen Auftritt vor den Kulissen St. Paulis war unsere Reise nach Hamburg auch sonst sehr unterhaltsam. Hier ein paar Anekdoten:
Im Zug nach Hamburg hatten wir Lust, den Song noch einmal zu proben. So packten wir spontan die Instrumente aus und machten Musik. Was wir nicht erwartet hatten – die Reisenden in unserem Wagon waren begeistert! Eine Gruppe Jugendlicher klatschte mit, Handys wurden rausgeholt und auf uns gerichtet, eine Dame fragte, ob wir auch auf Feiern spielen würden.
Auf der Reeperbahn beschlossen wir, Straßenmusik zu machen. So setzten wir uns auf eine der großen Bühnen des Spielbudenplatzes und legten los. Auf einmal kam eine Gruppe seltsamer Gestalten in schwarzen Ledermänteln, die ein Musikvideo drehten – und uns baten, darin mitzuspielen! Wir sollten einfach mit unseren Instrumenten da stehen und ein paar komische Bewegungen machen. Im Gegenzug machte der Kameramann ein paar Fotos von uns auf der Bühne. Leider (vielleicht auch glücklicherweise) wissen wir bis heute nicht, was aus jenem Video geworden ist…
Hamburg 4Zuletzt noch ein paar interessante Tatsachen: “Balcony TV” wird nicht jeden Tag produziert, an unserem Aufzeichnungstag wurde eine Band nach der anderen abgedreht. Bis unser Video veröffentlicht wurde, dauerte es mehrere Wochen. Vom “Balcony TV” Balkon kann man in die Zimmer der Freudenhäuser gegenüber gucken. Das Astra-Bier vom Fass kann man wirklich gut trinken. Und Niklas hat seit Hamburg den Spitznamen “Michael Hirte 2″. Warum? Schaut einfach mal in unsere Bildergalerie.

Advent, Advent, ein Türmchen brennt!

26. Dezember 2008

w3 Bereits von weitem sind die Wahrzeichen Wolfsburgs zu erkennen, in oranges Licht getaucht überstrahlen sie die gesamte Stadt, vier an der Zahl, runde, rauchende Riesen. In anderen Städten lässt man des Nachts Kirchtürme und Denkmäler erstrahlen, in Wolfsburg sind es eben die Schornsteine des ortsansässigen Weltkonzerns, der die Stadt offensichtlich immer noch prägt wie nichts anderes. Besonders schön die Idee, jeden Advent einen neuen Schornstein „anzuzünden”.
Dass die Industriestadt Wolfsburg aber auch kulturell etwas zu bieten hat, merkt man beim Betreten des Veranstaltungszentrums „Hallenbad”. Tatsächlich dachte ich ja, als ich von dem Gigangebot erfuhr, dass das Weihnachtsfestival in einem Schwimmbad stattfinden sollte. Damit lag ich auch nicht komplett falsch, denn das „Hallenbad” basiert auf den Grundzügen eines alten Schwimmbads. So finden im Springerbecken Ausstellungen statt und in vielen Wänden findet man Fliesen wieder, die nun als künstlerische Details an alte Zeiten erinnern. Von dieser kreativen Idee waren wir begeistert, von den Räumlichkeiten schließlich auch: Das „Hallenbad” bietet Platz für Kunst jeder Art, ein modernes Veranstaltungszentrum mit Vorzeigecharakter. w5
Das „Christmas-Rock”-Festival verteilte sich über  mehrere Ebenen, wir sollten um 22 Uhr die Große Bühne rocken. Allein die Möglichkeit, wieder einmal auf so einer riesigen Bühne, ausgestattet mit bester Sound- und Lichttechnik, spielen zu können, steigerte bei uns die Vorfreude auf den Auftritt. Anfangs waren nur die Galerien mit Zuschauern gefüllt, im Laufe des Konzertes kamen dann immer mehr der ca. 500 Gäste in die Halle geströmt, die Stimmung steigerte sich von Stück zu Stück. Einige Fans waren so begeistert, dass sie uns bei besonders guten Soli zuriefen „Du bist Gott!!!” – was will man mehr! Vielleicht noch „Ich will ein Kind von dir!!!”-Geschrei von den Damen, aber so weit sind wir noch nicht. Wir arbeiten daran!

Curry Christmas

21. Dezember 2008

g1 Gestern Abend ging es für uns in die idyllische Stadt Goslar im Harz. Dort sollte ein Weihnachtsfestival den vierten und letzten Höhepunkt der Adventszeit einläuten – allerdings auf wenig besinnliche Weise, denn geladen waren ausschließlich fetzige Rockbands. Bei all der Ruhe und Gemütlichkeit der Vorweihnachtszeit tut so was ja auch mal gut.
Nach entspannter Fahrt mit unserem „Chauffeur” Georg kamen wir um sechs Uhr im weihnachtlichen Goslar an. Obwohl wir im B6 schon einmal gespielt hatten, fiel uns die Orientierung zunächst schwer, aber über Schleichwege fanden wir schließlich doch das Veranstaltungszentrum. Durch die Hilfe von Christoph und Jonas verlief der Aufbau zügig, so dass wir genügend Zeit für einen ausführlichen Soundcheck hatten. Im Anschluss genossen wir das warme Essen im großen Backstage-Bereich, das es in sich hatte: Es gab Reis mit Fleisch-Gemüse-Curry-Sauce, so dass wir satt und geschärft in unser Konzert gingen.
Erfreulicher Weise hatten schon zu der frühen Zeit einige Leute den Weg zu uns gefunden, so dass es ein gutes Konzert wurde. g3 Zwar hatten wir mit der teilweise nicht fixierten Bühne zu kämpfen, deren Bestandteile wie Eisschollen begannen zu wandern, aber glücklicherweise stürzten weder Menschen noch Instrumente in die sich öffnenden Abgründe. Das Publikum war super drauf und ging mit der Musik mit, auch die Call and Response Gesänge wurden wieder lautstark mitgegrölt. Nach 45 Minuten waren wir durchgeschwitzt und die Zuhörer begeistert, leider waren Zugaben auf Grund des Zeitplans nicht mehr drin.
Ganz “gemütlich” ging es dann im, vorsichtig ausgedrückt, gut gefüllten Auto auf die Rückfahrt. So verabschieden wir uns wieder in die idyllische Weihnachtszeit – vorerst, denn am ersten Weihnachtsfeiertag wird in Wolfsburg gerockt!

Stoner Rock meets Playstation

7. Dezember 2008

Auftritte in Jugendzentren sind immer wie eine große Wundertüte: Man weiß nicht, was einen erwartet. So machten wir uns gespannt auf den Weg nach Einbeck. einbeck-08-1 Die einstündige Autofahrt in die Stadt des „grünen” Bieres war uns als „ganz schöne Zuckelei” angekündigt worden. In der Tat erwies sich der Weg über die Bundesstraßen als nervenaufreibende Angelegenheit, eine einzige Berg- und Talfahrt mit einigen Hindernissen. Zig Umleitungen später erreichten wir um halb sechs endlich unser Ziel. Zwar fiel der angekündigte Soundcheck flach (der kleine Raum erforderte nur einen kurzen Linecheck), aber langweilig wurde uns dank eines Billardtisches und einer Playstation (!!!) nicht. So vergnügten wir uns bei Bier, Kaffee und Pizza die Zeit bis zu unserem Auftritt.
Nach den fulminanten Improvisationen der Band „Bonestorm”, die musikalisch hervorragend zu uns passten und sich das Prädikat „Stone*” reichlich verdient haben, war schließlich um halb elf für uns Showtime. einbeck-08-2 Der Raum war entgegen anfänglicher Befürchtungen gut gefüllt, man hatte sofort den Eindruck, dass rockbares Publikum vor uns stand – und nicht nur Jugendliche, auch einige Erwachsene hatten den Weg ins Jugendzentrum gefunden. Da es keine Bühne gab, war der Kontakt zum Publikum enger als sonst und die Atmosphäre sehr intim. So hatten wir eine Stunde sehr viel Spaß zusammen!
Nach dem Abbau und einigen Gesprächen machten wir uns um 1 Uhr auf – zum nächst gelegenen Mc Donalds. Schließlich musste der „kleine” Nachhunger (Florian bestellte 4 Cheeseburger) gestillt werden. Wir entschieden uns über die B3 nach Hause zu fahren, was die Rückfahrt um einiges bequemer machte als die Hinfahrt. Manchmal macht es halt doch mehr Sinn, auf den Rat der Einheimischen und die gute alte Karte zu hören, als auf die Frau im Navi.

Gelungenes Heimspiel

23. November 2008

kufa-08-1 Nach langer Zeit hatten wir wieder einmal das Vergnügen, in unserer Heimatstadt Hildesheim zu spielen. Im Rahmen der Abiparty des Abijahrgangs 2009 standen wir als Mainact des Abends auf der großen Bühne der Kulturfabrik Löseke.Nach langer Zeit hatten wir wieder einmal das Vergnügen, in unserer Heimatstadt Hildesheim zu spielen. Im Rahmen der Abiparty des Abijahrgangs 2009 standen wir als Mainact des Abends auf der großen Bühne der Kulturfabrik Löseke.
Der Auftritt war in vielerlei Hinsicht ein besonderer: Für Florian stand die Heimpremiere an, das Konzert sollte mitgeschnitten und mit Foto und Video auch bildlich festgehalten werden und unser neues großes Banner mit dem John Tennis Logo würde das erste Mal seinen Platz hinter dem Drumset finden. kufa-08-2 Florian begeisterte wie gewohnt das Publikum, vor allem seine in solch kurzer Zeit entwickelte Sicherheit beeindruckte die Zuhörer. Musik-, Foto- und Videomaterial werden jetzt von uns berarbeitet und sollen bald im Internet veröffentlicht werden. Unser Banner fügte sich hervorragend in das Bühnenbild ein, der Aufwand für uns hatte sich wirklich gelohnt. In einer Nacht- und Nebelaktion waren wir am Vorabend extra zu UPS nach Langenhagen gefahren, um das Banner pünktlich zu erhalten – trotz des einsetzenden Schneesturms und straßenkreuzender Rehe sind wir glücklicherweise alle wohlbehalten zu Hause angekommen.
Nachdem Cold Shuffle und Ripped Apart der Halle schon gut eingeheizt hatten, ging es für uns gegen halb zehn auf die Bühne. kufa-08-3 Aus gegebenen Anlass hatten wir uns ein neues Set einfallen lassen, in dem nun auch wieder ruhige Songs und Akustikstücke ihren Platz fanden. Dem Publikum gefiel es, lautstark wurden die „Call and Response” Gesänge in „The Guru” mitgesungen. Besonders gut kam auch die Cello-Einlage in „Vinum” und „Child in Time” an, so dass wir diese in Zukunft fest in unser Programm einbauen werden. Aber natürlich wurde auch wieder ordentlich gerockt, ob Klassiker wie „Lazy” oder neue Stücke wie „Murder Style”, das Publikum ging mit, was uns auf der Bühne natürlich mitriss und zusätzlich motivierte. Der Auftritt hielt, was er versprochen hatte, es war einfach eine großartige Party!

Rock das Haus!

16. November 2008

rockhouse-08-1 Endlich einmal hatten wir die Ehre, in dem Rocktempel Hannovers schlechthin ein Konzert geben zu dürfen. Das Rockhouse ist sonst als eine der größten Rockdiscos des Landes bekannt und wurde extra zum Konzertsaal umgestaltet, eine eindrucksvolle Kulisse! Als Support der “Status Quo” Tribute Band “Dustpipe” gehörten uns 45 Minuten, die wir mit eigenen Stücken und – passend zum Themenabend – Coversongs von Deep Purple füllten.
Zu der für Samstag abend frühen Showtime von 21 Uhr platzte das Rockhouse leider nicht aus allen Nähten, dennoch hatten wir viel Spaß auf der großen Bühne. Im “gemütlichen” Backstage (nur über die Herrentoilette erreichbar und sonst wohl eher als Rumpelkammer genutzt) wurden wir von der urigen Reinigungsfachkraftsfrau des Hauses bespaßt und ließen uns (jedenfalls die Nichtfahrer) rockhouse-08-2 das Herrenhäuser Bier aus dem großen Coca Cola – Kühlschrank schmecken. Unseren kleinen, aber feinen Merchandising Stand betreuten derweil zwei reizende Damen, Sina und Julia, vielen Dank noch einmal für die Unterstützung!
Da Flo noch die letzte Etappe seines musikalischen Marathons an diesem Tag vor sich hatte und um Mitternacht auf einer privaten Party wieder an die Schießbude musste, ging es früher als gewöhnlich auf die kurze Heimreise nach Hildesheim.

Bandfactory

9. November 2008

so…..

ein langes und informatives Wochenende liegt hinter uns.

An drei Tagen haben wir und fünf weitere Bands im Musikzentrum in Hannover mit Coaches auf verschiedenen Bereichen der Musikbranche gearbeitet.

Freitag:

Den Einstieg machte Andreas Haug von rockszene.de mit einem Booking- und Orga-Seminar.

Samstag:

Jede Band spielte ein 25minütiges Showcase und bekam direkt im Anschluss an den Gig ein ehrliches und kritisches Feedback von der Jury (u.a. Kosho, Jens Krause, Frank Itt).

Sonntag:

Um 10 Uhr gings dann am Sonntag weiter mit Intensivworkshops von je drei Stunden. Für uns fing der Tag mit Kai Thomsen an und es ging um Bandmarketing. Nach einer kleinen Mittagspause gings dann eine Etage höher ins Studio, wo Jens Krause auf uns wartete. In diesem ziemlich lustigen Workshop drehte sich alles um Producing und Songanalyse.

Insgesamt hat das Wochenende riesen Spaß gemacht und hat uns eine Menge neuer Möglichkeiten gezeigt, nach vorn zu kommen. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Beteiligten!